Certagen GmbH

Besonderheiten der Tests

Wichtige Informationen bezüglich spezifischer Tests

Eine große Anzahl DNA-Tests wird routinemäßig angeboten. Gelegentlich muss ein Test extra erläutert werden  Für die Tests, die routinemäßig angeboten werden, gibt es im Webshop ein Feld mit 'testspezifischen Informationen’.  Außerdem enthält die untenstehende Übersicht die Tests, die nicht mehr angeboten werden. 

HUNDE

Hüftgelenksinstabilität 1 und 2  (H919 und H421). Test im Webshop verfügbar.

Die Lockerung des Hüftgelenks ist eine häufige Erkrankung bei Hunden. Die Veranlagung hat einen multifaktoriellen Ursprung, das bedeutet eine Kombination aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen bedingt die Art und den Umfang der Symptome.

Die Hüftgelenksinstabilität hat zwei Hauptmerkmale:

•Lockerung: Hierbei handelt es sich um ‘eine abnorme Beweglichkeit des Oberschenkelknochens in der Hüftgelenkspfanne’. Daher ist die Hüfte im Vergleich zu gesunden Hunden weniger stabil.

•Verknöcherung und Knochenbildung: Bei jungen Hunden kann der normale Prozeß der Knochenbildung verlangsamt sein.

Sowohl die Lockerung des Hüftgelenks als auch Störungen der Knochenbildung führen mit zunehmendem Alter zu Arthrose. Am schwersten betroffene Hunde zeigen bereits nach wenigen Monaten Symptome. Andere Hunde entwickeln erst im späteren Leben eine Arthrose.

Dieser Marker ist Teil einer ganzen Reihe von genetischen Faktoren, welche die Hüftgelenksinstabilität beeinflussen.

Hüftgelenksinstabilität hat einen multifaktoriellen Ursprung, d. h. die Symptome entstehen durch das Zusammenwirken verschiedener genetischer Faktoren und Umwelteinflüsse. Dieser Marker ist Teil einer ganzen Reihe von genetischen Faktoren, welche die Hüftgelenksinstabilität beeinflussen. Beispiele für Umweltfaktoren sind Ernährungsgewohnheiten und körperliche Belastung.

Bei dieser multifaktoriellen Erkrankung werden die jeweiligen Ergebnisse mit ‘Normal’, ‘Träger’ oder ‘Betroffen’ bezeichnet.

Tiere mit der vorteilhaften Variante werden als 'normal“'befundet. Mischerbige Tiere mit einem unvorteilhaften Allel befunden wir als 'Träger', während wir bei reinerbigen Hunden mit zwei unvorteilhaften Varianten den Befund 'betroffen' erstellen.

Jeder individuelle Test ist Teil der Veranlagung zu dieser multifaktoriellen Erkrankung. Ein Hund kann „normal“ für Hüftgelenksinstabilität 1 und „betroffen“ für Hüftgelenksinstabilität 2 sein. Diese Information kann für die Zucht von entscheidender Bedeutung sein.

Aufgrund der aktuellen Forschungslage müssen die Ergebnisse aus der Untersuchung der Hüftgelenksinstabilitäts-Marker als Risikofaktoren verstanden werden. Hunde mit dem Befund ‘normal’ für Hüftgelenksinstabilität 1 und 2 haben ein geringeres Risiko an einer Hüftgelenksinstabilität zu erkranken, als solche Tiere mit dem Befund ‘betroffen’ für diese beiden Marker.

KATZEN

Hypertrophe Kardiomyopathie 2(HCM2, K764). Test im Webshop verfügbar.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist eine bei praktisch allen Spezies bekannte Erkrankung, auch beim Menschen. Das auftretende Herzversagen wird durch eine Verdickung des Herzmuskels verursacht. Bei einigen Katzenrassen konnte das Risiko eines Herzversagens mit genetischen Mutationen in Verbindung gebracht werden. In einer ganzen Reihe von Katzenpopulationen wurde das Risiko, an HCM zu erkranken mit verschiedenen genetischen Varianten assoziiert.

Beim Menschen kann die Krankheit von vielen verschiedenen genetischen Mutationen hervorgerufen werden. Statistiken zeigen, dass etwa die Hälfte aller Maine-Coon-Katzen, bei denen durch Echokardiographie oder Autopsie HCM diagnostiziert wurde, die HCM-Mutation besitzen. Das zeigt, dass die andere Hälfte HCM anderweitig erworben hat, vermutlich durch andere Mutationen. Die Abwesenheit einer Mutation bei einer Katze bedeutet daher nicht, dass das Tier HCM nicht ausbildet. Auch wenn Katzen die Mutation tragen, heißt das nicht zwangsläufig, dass sie eine Herzerkrankung ausbilden. Manche erkranken nur leicht und können relativ uneingeschränkt leben. Warum manche Tiere, welche die Mutation tragen, früh von HCM betroffen werden, während andere eine viel leichtere Form ausbilden und wiederum andere gar keine Symptome zeigen, ist nicht bekannt.

Beim Menschen wurden mindestens 10 Mutationen beschrieben die alle zu HCM führen. Bei Katzen wurden die ersten Mutationen identifiziert, es wird jedoch erwartet, dass zukünftig weitere Mutationen bei weiteren Rassen gefunden werden.

Die Entwicklung weiterer Tests ist daher zu erwarten.

Es sind bereits einige Tests für verschiedene Rassen verfügbar. Für die jeweiligen Mutationen sind jedoch nicht immer klinische Studien, welche den Zusammenhang zwischen der Mutation und HCM herstellen, verfügbar. Die Entscheidung welcher Test durchgeführt werden soll obliegt dem Besitzer.

Bei einem Vergleich der Testangebote verschiedener Laboratorien haben wir festgestellt, dass der HCM2-Test international nicht angeboten wird. Wir haben Kontakt mit Forschern in den USA aufgenommen. Basierend auf unseren aktuellen Informationen haben wir uns entschieden den HCM2-Test aus dem Kombinationspaket Erbkrankheiten zu entfernen. Momentan wird der HCM2-Test nur als separater Test angeboten.

PFERDE

Für unser Testangebot bei Pferden stehen keine weitergehenden Kommentare zur Verfügung.