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Fellfarben und Fellvarianten Pferd

Jedes Pferd hat eine Grundfarbe, es kann sich hierbei um Schwarz (Rappe), Braun oder Rot (Fuchs) handeln. Diese Grundfarben werden von den Extension- und Agouti-Genen reguliert. Das Extension-Gen steuert die Produktion des schwarzen und roten Pigments, während die Verteilung des schwarzen Pigments durch das Agouti-Gen kontrolliert wird.

Alle anderen Genorte, welche die Fellfarbe beeinflussen, wirken modifizierend, sie “verdünnen” die Fellfarbe oder bewirken eine Depigmentierung. Mindestens fünf Gene verdünnen die Fellfarbe: Cream, Champagner, Dun (Falbe), Pearl und Silver (Windfarben). Eine Vielzahl anderer Gene bewirkt eine teilweise oder vollständige Depigmentierung. Dies sind: Overo, Sabino, Tobiano, Schimmel (Grey), Dominant Weiß, Splashed White, Tigerscheckung (Leopard-Komplex) und das so genannte Pattern-1. Zurzeit bieten wir keinen Test für die Tigerscheckung und Pattern-1 an.

Die Hauptunterschiede in der Fellfarbe des Pferdes werden durch drei Gene erklärt: Agouti, Extension und Cream. In der nachfolgenden Tabelle sind die möglichen Kombinationen und Ausprägungen aufgelistet:

Fellfarbe

Agouti

Rotfaktor, Extension-Locus

Cream, Verdünnungsfaktor

Schwarz

a/a

E/E oder E/e

N/N

Braun

A/A oder A/a

E/E oder E/e

N/N

Fuchs

A/A, A/a oder a/a

e/e

N/N

Smoky black

a/a

E/E oder E/e

N/Cr

Buckskin

A/A oder A/a

E/E oder E/e

N/Cr

Palomino

A/A, A/a oder a/a

e/e

N/Cr

Smoky cream

a/a

E/E oder E/e

Cr/Cr

Perlino

A/A oder A/a

E/E oder E/e

Cr/Cr

Cremello

A/A, A/a oder a/a

e/e

Cr/Cr

 

GRUNDFARBEN:

P904 Fellfarbe Fuchs

Der E-Locus legt fest , ob Eumelanin oder Phäomelanin hergestellt wird, das Agouti-Gen (A-Locus), definiert, wie viel Eumelanin produziert und wie es verteilt wird. Diese Grundfarben werden von den Extension- und Agouti-Genen reguliert. Das Extension-Gen (E-Lokus) steuert die Ausprägung des schwarzen und roten Pigments. Der Test Fellfarbe Fuchs (P904) untersucht eine Variante im Extension Gen. Im Extension-Gen findet man zwei Varianten (Allele). Das dominante E-Allel bewirkt die Ausprägung des dunklen Pigments (Eumelanin, braun oder schwarz), während das rezessive e-Allel für die Ausprägung des roten Pigments (Phäomelanin, Fuchs) verantwortlich ist. Jedes Pferd, gleichgültig welche Fellfarbe es tatsächlich hat, hat eine Erbanlage für die Ausbildung von dunklen oder roten Pigmenten. Rote Pferde (Füchse, Sorrels, Palominos, Cremellos) tragen zwei Kopien des rezessiven e-Allels, sie sind also reinerbig e/e. Dunkel pigmentierte Pferde (z. B. Rappe, Braun, Smoky Black, Buckskin, Smoky Cream und Perlino) tragen zumindest eine Kopie des Allels E. Sie können entweder homozygot EE oder heterozygot Ee sein.

Beim Test auf die Erbanlage zur Fuchsfarbe können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche auf Grund der bekannten Wechselwirkung zwischen den Loci gemeinsam mit den möglichen Ergebnissen für den Test zur Agouti-Färbung dargestellt sind:

Ergebnis Fuchs

Ergebnis Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

e/e

A/A, A/a oder a/a

Fuchs

Nur das rezessive e-Allel wurde gefunden, das Tier ist reinerbig für das rote Pigment (e/e). Das Pferd ist ein Fuchs, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das e-Allel an seine Nachkommen vererben.

E/e

a/a

Schwarz

Das Pferd ist mischerbig für Fuchs (E/e). Auf Grund des Agouti-Faktors ist das Pferd ein Rappe, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Fellfarbe beeinflussen. Sowohl das E- als auch das e-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

E/e

A/A oder A/a

Braun

Das Pferd ist mischerbig für Fuchs (E/e). Auf Grund des Agouti-Faktors ist das Pferd ein Brauner, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Fellfarbe beeinflussen. Sowohl das E- als auch das e-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

E/E

a/a

Schwarz

Nur das dominante E-Allel wurde gefunden, das Tier ist reinerbig für das dunkle Pigment (E/E). Auf Grund des Agouti-Faktors ist das Pferd ein Rappe, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Fellfarbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das E-Allel an seine Nachkommen vererben.

E/E

A/A oder A/a

 

Braun

Nur das dominante E-Allel wurde gefunden, das Tier ist reinerbig für das dunkle Pigment (E/E). Auf Grund des Agouti-Faktors ist das Pferd ein Brauner, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Fellfarbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das E-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P907 Fellfarbe Rappe (Agouti)

Jedes Pferd hat eine Grundfarbe, sie kann Schwarz (Rappe), Braun oder Rot (Fuchs) sein. Die Grundfarben werden von den Extension- und Agouti-Genen reguliert. Das Agouti-Gen (A-Locus) steuert die Verteilung des schwarzen Pigments. Das Pigment kann gleichmäßig verteilt sein oder nur an Mähne, Schweif und Innenseite der Ohren konzentriert. Das Agouti-Gen zeigt bei Pferden, die am Extension-Locus  reinerbig ee sind (Fuchs) keinen Effekt, weil es nur auf die Verteilung des schwarzen Pigments wirkt. Der Test auf die Fellfarbe Rappe (Agouti, P907) untersucht eine genetische Variante im Agouti-Gen. Im Agouti-Gen können zwei Varianten gefunden werden. Das dominante A-Allel begrenzt die dunkle Pigmentierung auf Schweif, Mähne und Innenseite der Ohren (z. B. bei Braunen oder Buckskins), während das rezessive a-Allel die Verteilung des dunklen Pigments über den ganzen Körper bewirkt. Nur wenn das rezessive a-Allel reinerbig (homozygot) vorliegt, ist das Tier in Abwesenheit weiterer modifizierender Faktoren und unter Vernachlässigung eventueller Blessen vollständig schwarz. Ist zumindest ein A-Allel zugegen, wird das schwarze Pigment auf Mähne, Schweif und Innenseite der Ohren konzentriert. Alle Pferde haben eine genetische Veranlagung zur Verteilung des schwarzen Pigments. Allerdings ist diese nicht immer äußerlich erkennbar.

Beim Test auf die Agouti-Färbung können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche auf Grund der bekannten Wechselwirkung zwischen den Loci gemeinsam mit den möglichen Ergebnissen für den Test zur Fuchs-Färbung dargestellt sind:

Ergebnis Agouti

Ergebnis Fuchs

Fellfarbe

Beschreibung

a/a

E/E oder E/e

Schwarz

Nur das rezessive a-Allel wurde gefunden. Das dunkle Pigment ist gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt. Das Pferd ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das a-Allel an seine Nachkommen vererben.

a/a

e/e

Fuchs

Nur das rezessive a-Allel wurde gefunden. Das dunkle Pigment ist gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das a-Allel an seine Nachkommen vererben.

A/a

E/E oder E/e

Braun

Das Pferd ist mischerbig für den A-Locus. Das schwarze Pigment ist auf Mähne, Schweif und Ohren konzentriert. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, ist das Tier ein Brauner. Das Pferd kann sowohl das A- als auch das a-Allel an seine Nachkommen vererben.

A/a

e/e

Fuchs

Das Pferd ist mischerbig für den A-Locus. Das schwarze Pigment ist auf Mähne, Schweif und Ohren konzentriert. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann sowohl das A- als auch das a-Allel an seine Nachkommen vererben.

A/A

E/E oder E/e

Braun

Nur das dominante A-Allel wurde gefunden. Das schwarze Pigment ist auf Mähne, Schweif und Ohren konzentriert. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, ist das Tier ein Brauner. Somit können keine Rapp-Fohlen aus Anpaarungen mit diesem Pferd fallen.

A/A

e/e

Fuchs

Nur das dominante A-Allel wurde gefunden. Das schwarze Pigment ist auf Mähne, Schweif und Ohren konzentriert. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Somit können keine Rapp-Fohlen aus Anpaarungen mit diesem Pferd fallen.

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VERDÜNNINGSFAKTOREN:

P713 Farbvererbung Cream

Der Cream-Faktor hat sowohl auf Schwarz/Braun als auch auf Rot eine Auswirkung, die Fellfarben werden aufgehellt. In manchen Zuchten ist der Cream-Faktor erwünscht. Der oftmals „Cream-Gene” genannte Faktor ist für die Ausprägung von Palomino, Buckskin, Smoky Black, Cremello, Perlino und Smoky Cream verantwortlich. Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen. Beim Test zur Farbvererbung Cream (P713) wird das MATP-Gen untersucht. Es können zwei Allele (Varianten) gefunden werden. Das Allel Cr ist semi-dominant. Es verursacht Palomino, Buckskin oder Smoky Black, wenn es mischerbig (Cr/N) vorliegt. Bei reinerbiger Anlage (Cr/Cr) wird die Fellfarbe zu Cremello, Perlino oder Smoky Cream aufgehellt. Der aufhellende Effekt auf die schwarze Fellfarbe kann sehr schwach ausgeprägt sein. Pferde, die reinerbig für Cream sind werden häufig „Double Dilutes“ oder „Blue-Eyed-Cream“ genannt und sie haben eine Reihe von Merkmalen gemeinsam: Die Augen sind hellblau, heller als bei Pferden, deren blaue Augenfarbe mit einer Weißzeichnung assoziiert ist, und die Hautfarbe der Pferde ist hellrosa. Das rezessive N-Allel hat keine Auswirkung auf die Fellfarbe.

Beim Test auf den Cream-Faktor können folgende Ergebnisse gefunden werden. Auf Grund der Wechselwirkung mit dem Agouti- und dem E-Locus, sind die Ergebnisse  gemeinsam dargestellt:

Ergebnis Cream

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

Keine Verdünnung. Das Pferd ist ein Fuchs, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Keine Verdünnung. Auf Grund des Agouti-Faktors ist das Pferd ein Brauner, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Fellfarbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Keine Verdünnung. Auf Grund des Agouti-Faktors ist das Pferd ein Rappe, sofern keine weiteren modifizierenden Faktoren die Fellfarbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Cr

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Palomino

 

Mischerbig für Cream. Die Grundfarbe Fuchs wird zu Palomino verdünnt. Diese Farbe kann durch Einfluss weiterer Gene verändert sein. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Cr-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Cr

E/E oder E/e + A/A or A/a

Buckskin

Mischerbig für Cream. Die Grundfarbe Braun wird zu Buckskin aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Cr-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Cr

E/E oder E/e + a/a

Smoky Black

Mischerbig für Cream. Die Grundfarbe Schwarz wird zu Smoky Black aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Cr-Allel an seine Nachkommen vererben.

Cr/Cr

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Cremello

 

Reinerbig für Cream. Die Grundfarbe Fuchs wird zu Cremello aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann nur das Cr-Allel an seine Nachkommen vererben.

Cr/Cr

E/E oder E/e + A/A or A/a

Perlino

Reinerbig für Cream. Die Grundfarbe Braun wird zu Perlino verdünnt. Diese Farbe kann durch Einfluss weiterer Gene verändert sein. Das Pferd kann nur das Cr-Allel an seine Nachkommen vererben.

Cr/Cr

E/E oder E/e + a/a

Smoky Cream

Reinerbig für Cream. Die Grundfarbe Schwarz wird zu Smoky Cream aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann nur das Cr-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P853 Farbvererbung Champagne

Der Test zur Farbvererbung Champagne (P853) untersucht eine Variante auf dem SLC36A1-Gen. Bei dem so genannten Champagne-Gen handelt es sich um einen Verdünnungsfaktor, der die grundlegende Fellfarbe aufhellt. Die dominante Erbanlage, mischerbige Tiere lassen sich äußerlich von reinerbigen nicht unterscheiden, bewirkt eine Aufhellung von Schwarz nach Braun und von Rot nach „Gold“. Champagne wirkt sich wie folgt auf die jeweiligen Grundfarben aus:

Fuchs -> Gold Champagne:    ein goldfarbenes Fell, häufig mit flachsfarbener Mähne und Schweif. Auch die Augenfarbe ist betroffen: Bei der Geburt sind die Augen blau bis grün und im Laufe des Lebens verändert sich die Farbe zu Bernsteinfarben.

Braun -> Amber Champagne:        sandfarbenes Fell mit brauner Mähne und Schweif.

                                                             (manchmal Amber Buckskin genannt)

Schwarz -> Classic Champagne:                dunkleres sandfarbenes, manchmal eher graues Fell mit brauner Mähne und Schweif.

Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen. Beim Test zur Fellfarbe Champagne (P853) wird der Status am Genort SLC36A1 untersucht. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Das dominante Ch-Allel bewirkt die beschriebene Verdünnung, während das rezessive N-Allel keinen Effekt auf die Grundfarbe hat.

Der Test zur Farbvererbung Champagne kann die im nachfolgenden Schema wiedergegebenen Ergebnisse liefern. Die möglichen Ergebnisse für Champagne werden in Kombination mit den entsprechenden Grundfarben bzw. den zugehörigen Tests (Agouti bzw. Fuchs) dargestellt:

Ergebnis Champagne Test

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Keine Verdünnung. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Keine Verdünnung. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Keine Verdünnung. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Ch

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Gold Champagne, “goldene” Fellfarbe, häufig mit flachsblonder Mähne und Schweif.

 

Mischerbig bei dominantem Ch-Allel. Die Grundfarbe Fuchs wird zu Gold Champagne aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Ch-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Ch

E/E oder E/e + A/A or A/a

Amber Champagne (manchmal Amber Buckskin genannt)

Mischerbig bei dominantem Ch-Allel. Die Grundfarbe Braun wird zu Amber Champagne aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Ch-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Ch

E/E oder E/e + a/a

Classic Champagne

Mischerbig bei dominantem Ch-Allel. Die Grundfarbe Schwarz wird zu Classic Champagne aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Ch-Allel an seine Nachkommen vererben.

Ch/Ch

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Gold Champagne, “goldene” Fellfarbe, häufig mit flachsblonder Mähne und Schweif.

 

Reinerbig für das Ch-Allel. Die Grundfarbe Fuchs wird zu Gold Champagne aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann nur das Ch-Allel an seine Nachkommen vererben.

Ch/Ch

E/E oder E/e + A/A or A/a

Amber Champagne (manchmal Amber Buckskin genannt)

Reinerbig für das Ch-Allel. Die Grundfarbe Braun wird zu Amber Champagne aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann nur das Ch-Allel an seine Nachkommen vererben.

Ch/Ch

E/E oder E/e + a/a

Classic Champagne

Reinerbig für das Ch-Allel. Die Grundfarbe Schwarz wird zu Classic Champagne aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere modifizierende Faktoren noch weiter verändert werden. Das Pferd kann nur das Ch-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P660 Farbvererbung Falbe

Das “Falb-Gen” ist ein weiterer Verdünnungsfaktor, der die Fellfarbe aufhellt. Typischerweise gehen mit der Fellfarbe primitive Abzeichen, wie Aalstrich, Schulterkreuz und Zebrierung an den Läufen, einher. Charakteristisch sind ebenfalls eine dunkle Gesichtsmaske und hellere Außenhaare an der Mähne. Die Falb-Färbung wird als Wildtyp-Farbe angesehen, sie findet sich praktisch in allen primitiven Pferderassen, wie Przewalski-Pferden, Koniks, Sorraias und Fjordpferden. Dun verdünnt sowohl das rote als auch das schwarze Pigment und die dadurch entstehenden Farben reichen von Aprikose, Gold, Dunkelgrau bis Oliv und vielen weiteren Varianten. Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen. Der Test zur Farbvererbung Falbe (P660) untersucht zwei Loci auf dem TBX3-Gen. Insgesamt können drei Varianten (Allele) aufgefunden werden. D ist dominant über über die Allele nd1 und nd2, Allel nd1 ist dominant über nd2. Das dominante D-Allel verursacht die klassische Falb-Färbung. Das Allel nd1 verursacht zwar keine Falb-Färbung, jedoch die Ausprägung primitiver Abzeichen, allerdings in unterschiedlichem Ausmaß. Das rezessive nd2-Allel schließlich hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Die folgenden Ergebnisse sind beim Test zur Farbvererbung Falbe möglich. Sie werden in Kombination mit den Grundfarben dargestellt (Fuchs und Agouti bzw. Rappe):

Ergebnis Falbe

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

nd2/nd2

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs. Keine primitiven Abzeichen

Reinerbig für das nd2-Allel. Die Grundfarbe ist nicht verdünnt, primitive Abzeichen sind nicht vorhanden. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Nur das nd2-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

nd2/nd2

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun. Keine primitiven Abzeichen

Reinerbig für das nd2-Allel. Die Grundfarbe ist nicht verdünnt, primitive Abzeichen sind nicht vorhanden. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Nur das nd2-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

nd2/nd2

E/E oder E/e + a/a

Schwarz. Keine primitiven Abzeichen

Reinerbig für das nd2-Allel. Die Grundfarbe ist nicht verdünnt, primitive Abzeichen sind nicht vorhanden. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Nur das nd2-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

nd1/nd2

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

 

Fuchs. Primitive Abzeichen können vorhanden sein.

Mischerbig, eine Kopie des nd1-Allels und eine Kopie des nd2-Allels werden gefunden. nd1 ist dominant über nd2. Die Fellfarbe ist nicht aufgehellt. Primitive Abzeichen können vorhanden sein. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das nd1- als auch das nd2-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

nd1/nd2

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun. Primitive Abzeichen können vorhanden sein.

Mischerbig, eine Kopie des nd1-Allels und eine Kopie des nd2-Allels werden gefunden. nd1 ist dominant über nd2. Die Fellfarbe ist nicht aufgehellt. Primitive Abzeichen können vorhanden sein. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das nd1- als auch das nd2-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

nd1/nd2

E/E oder E/e + a/a

Schwarz. Primitive Abzeichen können vorhanden sein.

Mischerbig, eine Kopie des nd1-Allels und eine Kopie des nd2-Allels werden gefunden. nd1 ist dominant über nd2. Die Fellfarbe ist nicht aufgehellt. Primitive Abzeichen können vorhanden sein. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das nd1- als auch das nd2-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

nd1/nd1

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs. Primitive Abzeichen können vorhanden sein.

Reinerbig für das nd1-Allel. Die Fellfarbe ist nicht aufgehellt. Primitive Abzeichen können vorhanden sein. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Pferd kann nur das nd1-Allel an seine Nachkommen vererben.

nd1/nd1

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun. Primitive Abzeichen können vorhanden sein.

 

Reinerbig für das nd1-Allel. Die Fellfarbe ist nicht aufgehellt. Primitive Abzeichen können vorhanden sein. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Pferd kann nur das nd1-Allel an seine Nachkommen vererben.

nd1/nd1

E/E oder E/e + a/a

Schwarz. Primitive Abzeichen können vorhanden sein.

 

Reinerbig für das nd1-Allel. Die Fellfarbe ist nicht aufgehellt. Primitive Abzeichen können vorhanden sein. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Pferd kann nur das nd1-Allel an seine Nachkommen vererben.

D/nd2

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchsfalbe Mit primitiven Abzeichen

Mischerbig, eine Kopie des D-Allels und eine Kopie des nd2-Allels werden gefunden. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das D- als auch das nd2-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

D/nd2

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braunfalbe. Mit primitiven Abzeichen

Mischerbig, eine Kopie des D-Allels und eine Kopie des nd2-Allels werden gefunden. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das D- als auch das nd2-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

D/nd2

E/E oder E/e + a/a

Mausfalbe. Mit primitiven Abzeichen

Mischerbig, eine Kopie des D-Allels und eine Kopie des nd2-Allels werden gefunden. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das D- als auch das nd2-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

D/nd1

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchsfalbe Mit primitiven Abzeichen

Mischerbig, eine Kopie des D-Allels und eine Kopie des nd1-Allels werden gefunden. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das D- als auch das nd1-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

D/nd1

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braunfalbe. Mit primitiven Abzeichen

Mischerbig, eine Kopie des D-Allels und eine Kopie des nd1-Allels werden gefunden. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das D- als auch das nd1-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

D/nd1

E/E oder E/e + a/a

Mausfalbe. Mit primitiven Abzeichen

Mischerbig, eine Kopie des D-Allels und eine Kopie des nd1-Allels werden gefunden. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Sowohl das D- als auch das nd1-Allel können an die Nachkommen vererbt werden.

D/D

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchsfalbe Mit primitiven Abzeichen

Reinerbig für das D-Allel. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Nur das D-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

D/D

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braunfalbe Mit primitiven Abzeichen

Reinerbig für das D-Allel. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Nur das D-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

D/D

E/E oder E/e + a/a

Mausfalbe Mit primitiven Abzeichen

Reinerbig für das D-Allel. Die Fellfarbe ist aufgehellt, primitive Abzeichen sind in der Regel vorhanden. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Nur das D-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

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P783 Farbvererbung Pearl

Der Pearl-Faktor stellt einen weiteren Aufhellungsfaktor dar, der das rote Pigment aufhellt. Fuchs wird aufgehellt zu einer blassen, uniformen „Aprikosenfarbe“ an Fell, Mähne und Schweif. Auch die Hautfarbe ist in diesen Fällen sehr blass. Der Pearl-Faktor (P783), welcher früher „Barlink-Faktor“ genannt wurde, liegt auf dem SLC45A2-Gen verankert. An diesem Genort finden sich zwei Varianten (Allele). Das Prl-Allel, welches die Aufhellung der Fellfarbe bewirkt, ist rezessiv. Die Aufhellung wird also nur im reinerbigen Zustand sichtbar. Das dominante N-Allel hat keine Auswirkung auf die Grundfarbe.

Pferde, die mischerbig für Pearl sind und auch ein Cream-Allel tragen, sehen aus, als wenn sie reinerbig für Cream wären, obschon sie tatsächlich nur mischerbig sind. Trägt ein Pferd eine Kopie des Prl-Allels und der Creamfaktor (Cr-Allel) ist auch zugegen, ergibt sich ein sogenanntes Pseudo-Double-Dilute, also ein Pseudo-Cremello oder ein Pseudo-Smoky Cream.

Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen.

Die folgenden Ergebnisse sind beim Test zur Farbvererbung Pearl möglich. Sie werden in Kombination mit den Grundfarben dargestellt (Fuchs und Rappe bzw. Agouti):

Ergebnis Pearl

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs

Keine Verdünnung. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Keine Verdünnung. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Keine Verdünnung. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben

N/Prl

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

Mischerbig für das rezessive Prl-Allel. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Falls zusätzlich ein Cr-Allel vorliegt, ist das Pferd ein Pseudo-Double-Dilute. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Prl-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Prl

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Mischerbig für das rezessive Prl-Allel. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Falls zusätzlich ein Cr-Allel vorliegt, ist das Pferd ein Pseudo-Double-Dilute. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Prl-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Prl

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Mischerbig für das rezessive Prl-Allel. Das Pferd ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Falls zusätzlich ein Cr-Allel vorliegt, ist das Pferd ein Pseudo-Double-Dilute. Das Pferd kann sowohl das N-, als auch das Prl-Allel an seine Nachkommen vererben.

Prl/Prl

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Pearl Aufhellung

Reinerbig für das rezessive Prl-Allel. Die Grundfarbe Fuchs ist zu Aprikosenfarben aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere Faktoren beeinflusst sein. Das Pferd kann nur das Prl-Allel an seine Nachkommen vererben.

Prl/Prl

E/E oder E/e + A/A or A/a

Pearl Aufhellung

Reinerbig für das rezessive Prl-Allel. Die Grundfarbe Braun ist deutlich aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere Faktoren beeinflusst sein. Das Pferd kann nur das Prl-Allel an seine Nachkommen vererben.

Prl/Prl

E/E oder E/e + a/a

Pearl Aufhellung

Reinerbig für das rezessive Prl-Allel. Die Grundfarbe Schwarz ist deutlich zu einem Grau aufgehellt. Die Fellfarbe kann durch weitere Faktoren beeinflusst sein. Das Pferd kann nur das Prl-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P784 Farbvererbung Windfarbe

Die Erbanlage für Windfarbe (Silver) ist ein Aufhellungsfaktor, der sich auf das dunkle Haarpigment auswirkt, aber bei Füchsen in der Regel äußerlich nicht zu erkennen ist. Die Auswirkung kann sehr stark variieren. Sie stellt sich aber immer in einer Aufhellung der Farbe, verbunden mit der Beimischung von weißlichen oder grauen Haaren in Mähne und Schweif dar. Die Farbe eines Rappen wird zu Schokoladenbraun aufgehellt, manchmal mit aufgehellter Mähne und Schweif. Bei einem Braunen wird sich die Silver-Anlage meistens nur in Form von aufgehellten unteren Beinen, Mähne und Schweif darstellen. Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen.

Die Erbanlage für Windfarbe liegt auf dem PMEL17-Gen. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Das dominante Z-Allel bewirkt die Verdünnung der Fellfarbe, das rezessive N-Allel hat keinen Effekt.

Die folgenden Ergebnisse sind beim Test zur Farbvererbung Windfarbe möglich. Sie werden in Kombination mit den Grundfarben dargestellt (Fuchs und Agouti bzw. Rappe):

Ergebnis Windfarbe

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Keine Verdünnung. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Keine Verdünnung. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Keine Verdünnung. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Z

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Mischerbig für Windfarbe. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Tier kann sowohl das N-, als auch das Z-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Z

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braunwindfarben

Mischerbig für Windfarbe. Die unteren Beine, Mähne und Schweif sind aufgehellt. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Tier kann sowohl das N-, als auch das Z-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/Z

E/E oder E/e + a/a

Chocolate

Mischerbig für Windfarbe. Die Fellfarbe ist zu Schokoladenbraun mit weißen oder hellen Haaren in Mähne und Schweif aufgehellt. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Tier kann sowohl das N-, als auch das Z-Allel an seine Nachkommen vererben.

Z/Z

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Reinerbig für das dominante Z-Allel. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Tier kann nur das Z-Allel an seine Nachkommen vererben.

Z/Z

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braunwindfarben

Reinerbig für das dominante Z-Allel. Die unteren Beine, Mähne und Schweif sind aufgehellt. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Tier kann nur das Z-Allel an seine Nachkommen vererben.

Z/Z

E/E oder E/e + a/a

Chocolate

Reinerbig für das dominante Z-Allel. Die Fellfarbe ist zu Schokoladenbraun mit weißen oder hellen Haaren in Mähne und Schweif aufgehellt. Die Farbe kann durch andere farbmodifizierende Gene zusätzlich beeinflusst werden. Das Tier kann nur das Z-Allel an seine Nachkommen vererben.

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Scheckungen:

P591 Fellfarbe Dominantes Weiß 1

Eine bestimmte Weißscheckung beim Pferd wird Dominantes Weiß (Dominant White) genannt. Die Ausprägung der Dominant Weiß-Scheckungen ist variabel. Sie reicht von minimaler Sabino-ähnlicher Scheckung bis hin zu komplett weißen Pferden. Die Augenfarbe ist bei Dominant-Weiß-Pferden braun. Bisher wurden über 20 verschiedene Mutationen identifiziert, die mit Weißscheckungen assoziiert sind. Mit Ausnahme von W20 sind die meisten Dominant Weiß-Varianten auf bestimmte Linien begrenzt. Der Test zur Fellfarbe Dominantes Weiß 1 (P591) untersucht eine bestimmte Variante auf dem KIT-Gen, welche W18 genannt wird. Es werden zwei Varianten (Allele) unterschieden. Das W18 Allel ist dominant. Ein oder zwei Kopien des W18-Allels bewirken die Weißscheckung, wobei das Ausmaß nicht vorhergesagt werden kann. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zur Fellfarbe Dominantes Weiß 1 können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Dominantes Weiß 1

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Dominantes Weiß. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Dominantes Weiß. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Dominantes Weiß. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/W18

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, eine Kopie des dominanten W18-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann entweder das N oder das W18-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/W18

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, eine Kopie des dominanten W18-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann entweder das N oder das W18-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/W18

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, eine Kopie des dominanten W18-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann entweder das N oder das W18-Allel an seine Nachkommen vererben.

W18/W18

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, zwei Kopien des dominanten W18-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann nur das W18-Allel an seine Nachkommen vererben.

W18/W18

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, zwei Kopien des dominanten W18-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann nur das W18-Allel an seine Nachkommen vererben.

W18/W18

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, zwei Kopien des dominanten W18-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann nur das W18-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P592 Fellfarbe Dominantes Weiß 3

Eine bestimmte Weißscheckung beim Pferd wird Dominantes Weiß (Dominant White) genannt. Die Ausprägung der Dominant Weiß-Scheckungen ist variabel. Sie reicht von minimaler Sabino-ähnlicher Scheckung bis hin zu komplett weißen Pferden. Die Augenfarbe ist bei Dominant-Weiß-Pferden braun. Bisher wurden über 20 verschiedene Mutationen identifiziert, die mit Weißscheckungen assoziiert sind. Mit Ausnahme von W20 sind die meisten Dominant Weiß-Varianten auf bestimmte Linien begrenzt. Der Test zur Fellfarbe Dominantes Weiß 3 (P592) untersucht eine bestimmte Variante auf dem KIT-Gen, welche W20 genannt wird. Es werden zwei Varianten (Allele) unterschieden. Das W20 Allel ist dominant. Eine oder zwei Kopien des W20-Allels haben den gleichen milden Effekt auf das Ausmaß der ausgeprägten Weißscheckung. Es scheint die Ausprägung von Weiß in Kombination mit anderen Genen, die die Weißscheckung beeinflussen, zu erhöhen. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zur Fellfarbe Dominantes Weiß 3 können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Dominantes Weiß 3

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Dominantes Weiß. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Dominantes Weiß. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Dominantes Weiß. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/W20

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, eine Kopie des dominanten W20-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann entweder das N oder das W20-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/W20

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, eine Kopie des dominanten W20-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann entweder das N oder das W20-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/W20

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, eine Kopie des dominanten W20-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann entweder das N oder das W20-Allel an seine Nachkommen vererben.

W20/W20

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, zwei Kopien des dominanten W20-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann nur das W20-Allel an seine Nachkommen vererben.

W20/W20

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, zwei Kopien des dominanten W20-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann nur das W20-Allel an seine Nachkommen vererben.

W20/W20

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Dominanter Weißscheckung

Dominante Weißscheckung, zwei Kopien des dominanten W20-Allels. Sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen, wird das Pferd in einem gewissen Umfang eine Weißscheckung zeigen. Deren genauer Umfang kann nicht vorhergesagt werden. Das Pferd kann nur das W20-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P593 Fellfarbe Macciato (Splashed White)

Im Jahr 2008 wurde ein Hengstfohlen mit einer auffallenden Weißscheckung aus zwei einfarbigen braunen Freibergern geboren. Die Fellfarbe erschien wie eine Kombination aus Weißscheckung und Farbverdünnung, sie wurde "Macchiato" genannt. Eine klinische Untersuchung lieferte den Befund, dass dieser Macchiato-Hengst taub war und eine geringe Spermien-Motilität zeigte.

Beim Fellfarbe Macchiato (Splashed White) Test (P593) wird eine Mutation im MITF-Gen untersucht. Es werden zwei Varianten (Allele) unterschieden. Das Allel M ist dominant. Eine oder zwei Kopien des Allels M führen zur Ausprägung der Fellfarbe Macchiato. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei Test auf die Fellfarbe Macchiato (Splashed White) können die folgenden Ergebnisse erhalten werden:

Ergebnis Macchiato

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

Nicht-Macchiato

 

Nicht-Macchiato. Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/M

Macchiato

Macchiato-Scheckung. Eine Kopie des M-Allels. Das Pferd hat die Macchiato Scheckung, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das N- als auch das M-Allel an die Nachkommen vererben.

M/M

Macchiato

Macchiato-Scheckung. Zwei Kopien des M-Allels. Das Pferd hat die Macchiato Scheckung, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das M-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P512 Splashed White 1

Splashed White ist eine Weißscheckung unterschiedlicher Ausprägung. Sie stellt sich in Form einer großen Blesse, großen weißen Bereichen an den Beinen, Weißzeichnungen am Bauch, rosafarbener Haut und häufig blauen Augen dar. Es kann aber auch vorkommen, dass die nicht pigmentierten Bereiche recht klein sind, so dass die Anlage für Splashed White 1 phänotypisch nicht von anderen Weißzeichnungen unterschieden werden kann, welche in der Regel einen milderen Effekt zeigen. Manche Splashed White-Pferde sind taub. Der Hörverlust tritt gelegentlich auf, wenn auf Grund der Abwesenheit von Melanozyten im Innenohr die Haarzellen untergehen. Dabei ist es unerheblich, ob die Pferde außerhalb des Ohrs pigmentiert sind. Beim Splashed White 1-Test (P512) wird eine bestimmte Variante im MITF-Gen untersucht, die auch SW1 genannt wird. Es werden zwei Varianten (Allele) unterschieden. Das SW1-Allel ist dominant. Eine oder zwei Kopien der dominanten SW1-Variante bewirkt die Splashed White-Scheckung. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zu Splashed White 1 können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Splashed White 1

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Splashed White. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Splashed White. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Splashed White. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SW1

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs mit Splashed White

Splashed White. Eine Kopie des SW1-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Das Pferd kann entweder das N oder das SW1-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SW1

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner mit Splashed White

Splashed White. Eine Kopie des SW1-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Das Pferd kann entweder das N oder das SW1-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SW1

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Splashed White

Splashed White. Eine Kopie des SW1-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Das Pferd kann entweder das N oder das SW1-Allel an seine Nachkommen vererben.

SW1/SW1

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs mit Splashed White

Splashed White. Zwei Kopien des SW1-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Es kann nur das SW1-Allel an seine Nachkommen vererben.

SW1/SW1

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner mit Splashed White

Splashed White. Zwei Kopien des SW1-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Es kann nur das SW1-Allel an seine Nachkommen vererben.

SW1/SW1

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Splashed White

Splashed White. Zwei Kopien des SW1-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Es kann nur das SW1-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P513 Splashed White 2

Informationen zu diesem Test werden in Kürze verfügbar sein.

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P514 Splashed White3

Splashed White ist eine Weißscheckung unterschiedlicher Ausprägung. Sie stellt sich in Form einer großen Blesse, großen weißen Bereichen an den Beinen, Weißzeichnungen am Bauch, rosafarbener Haut und häufig blauen Augen dar. Es kann aber auch vorkommen, dass die nicht pigmentierten Bereiche recht klein sind, so dass die Anlage für Splashed White 3 phänotypisch nicht von anderen Weißzeichnungen unterschieden werden kann, welche in der Regel einen milderen Effekt zeigen. Großflächige Weißzeichnungen im Gesicht von Splashed White-Pferden werden mit gelegentlich auftretender Taubheit in Zusammenhang gebracht, die Mehrzahl ist jedoch nicht taub. Der Hörverlust tritt gelegentlich auf, wenn auf Grund der Abwesenheit von Melanozyten im Innenohr die Haarzellen untergehen. Dabei ist es unerheblich, ob die Pferde außerhalb des Ohrs pigmentiert sind. Mehrere genetische Varianten wurden mit der Splashed White Scheckung in Zusammenhang gebracht. Beim Splashed White 3 Test (P514) wird eine Mutation im MITF-Gen untersucht, die SW3 genannt wird. Es werden zwei Varianten (Allele) unterschieden. Die dominante SW3-Variante bewirkt die Splashed White-Scheckung. Es wird vermutet, dass die SW3-Variante, wenn sie reinerbig vorliegt mit Missbildungen z. B. Microphthalmie in Zusammenhang steht. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zu Splashed White 3 können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Splashed White 3

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Splashed White. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Splashed White. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Splashed White. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SW3

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs mit Splashed White

Splashed White. Eine Kopie des SW3-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Das Pferd kann entweder das N oder das SW3-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SW3

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner mit Splashed White

Splashed White. Eine Kopie des SW3-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Das Pferd kann entweder das N oder das SW3-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SW3

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Splashed White

Splashed White. Eine Kopie des SW3-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Das Pferd kann entweder das N oder das SW3-Allel an seine Nachkommen vererben.

SW3/SW3

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs mit Splashed White

Splashed White. Zwei Kopien des SW3-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Es kann nur das SW3-Allel an seine Nachkommen vererben.

SW3/SW3

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner mit Splashed White

Splashed White. Zwei Kopien des SW3-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Es kann nur das SW3-Allel an seine Nachkommen vererben.

SW3/SW3

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Splashed White

Splashed White. Zwei Kopien des SW3-Allels. Das Pferd wird ein gewisses Ausmaß an Weißscheckung zeigen, dessen genauer Umfang nicht vorhergesagt werden kann. Es kann nur das SW3-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P659 Farbvererbung Roan (Stichelhaarigkeit)

Roan (Stichelhaarigkeit) ist eine Weißscheckung die sich in Form einer recht gleichmäßigen Mischung von weißen und farbigen Haaren über den ganzen Körper darstellt. Kopf, untere Beine, Mähne und Schweif bleiben hierbei ausgenommen. Fohlen mit dieser Erbanlage werden bereits mit der Scheckung geboren, obschon sie manchmal erst nach dem Fellwechsel offensichtlich wird. Andere Weißscheckungen erzeugen manchmal auch Stichelhaarigkeit. Diese unterscheidet sich aber vom klassischen Roan dadurch, dass dieses „roaning“, wie zum Beispiel bei Dominant Weiß, ungleichmäßig über den Körper verteilt ist. Die für Roan verantwortliche genetische Variante wurde bis heute noch nicht identifiziert. Es wurden bislang nur Hinweise gefunden, dass der Genort auf dem KIT-Locus liegt. Beim Test zur Farbvererbung Roan (P659) werden DNA-Marker untersucht, die in verschiedenen Rassen mit Roan assoziiert wurden. Insgesamt drei Allele (Varianten) können vorkommen. Das dominante Rn-Allel, das sehr seltene Rn*-Allel und das N-Allel. Ein oder zwei Kopien des Rn-Allels führen zur Roan-Fellfarbe. Das Rn*-Allel, welches bisher nur bei Tennessee Walking Horses und Rocky Mountain Horses gefunden wurde ist nicht immer mit Roan assoziiert. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zu Roan können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Roan

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Roan. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Roan. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Roan. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Stichelhaariger Fuchs

Eine Kopie des dominanten Rn Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn-, als auch das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Stichelhaariger Brauner

Eine Kopie des dominanten Rn Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn-, als auch das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/N

E/E oder E/e + a/a

Stichelhaariger Rappe

Eine Kopie des dominanten Rn Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Rappe oder „Mohrenkopfschimmel“, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn-, als auch das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn*/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs oder stichelhaariger Fuchs

Eine Kopie des seltenen Rn* Allels. Das Pferd ist ein Fuchs oder ein stichelhaariger Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn*-, als auch das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn*/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun oder stichelhaariger Brauner

Eine Kopie des seltenen Rn* Allels. Das Pferd ist ein Brauner oder ein stichelhaariger Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn*-, als auch das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn*/N

E/E oder E/e + a/a

Rappe oder stichelhaariger Rappe

Eine Kopie des seltenen Rn* Allels. Das Pferd ist ein Rappe oder ein stichelhaariger Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn*-, als auch das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/Rn

e/e + A/A, A/a oder a/a

Stichelhaariger Fuchs

Zwei Kopien des dominanten Rn Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das Rn-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/Rn

E/E oder E/e + A/A or A/a

Stichelhaariger Brauner

Zwei Kopien des dominanten Rn Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das Rn-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/Rn

E/E oder E/e + a/a

Stichelhaariger Rappe

Zwei Kopien des dominanten Rn Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Rappe oder „Mohrenkopfschimmel“, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das Rn-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/Rn*

e/e + A/A, A/a oder a/a

Stichelhaariger Fuchs

Eine Kopie des dominanten Rn-Allels und eine Kopie des seltenen Rn* Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn-, als auch das Rn*-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/Rn*

E/E oder E/e + A/A or A/a

Stichelhaariger Brauner

Eine Kopie des dominanten Rn-Allels und eine Kopie des seltenen Rn* Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn-, als auch das Rn*-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn/Rn*

E/E oder E/e + a/a

Stichelhaariger Rappe

Eine Kopie des dominanten Rn-Allels und eine Kopie des seltenen Rn* Allels. Das Pferd ist ein stichelhaariger Rappe oder „Mohrenkopfschimmel“, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann sowohl das Rn-, als auch das Rn*-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn*/Rn*

e/e + A/A, A/a oder a/a

Fuchs oder stichelhaariger Fuchs

Zwei Kopien des seltenen Rn* Allels. Das Pferd kann ein Fuchs oder ein stichelhaariger Fuchs sein, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das Rn*-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn*/Rn*

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun oder stichelhaariger Brauner

Zwei Kopien des seltenen Rn* Allels. Das Pferd kann ein Brauner oder ein stichelhaariger Brauner sein, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das Rn*-Allel an seine Nachkommen vererben.

Rn*/Rn*

E/E oder E/e + a/a

Rappe oder stichelhaariger Rappe

Zwei Kopien des seltenen Rn* Allels. Das Pferd kann ein Rappe oder ein stichelhaariger Rappe sein, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das Rn*-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P785 Farbvererbung Sabino 1

Dies ist nur eine von verschiedenen Scheckausprägungen, die unter dem Begriff „Sabino“ zusammengefasst werden. Sabino ist eine unregelmäßige Scheckung, die gewöhnlich an Beinen, Bauch und im Gesicht auftritt. Oftmals wird auch Stichelhaarigkeit in der Nähe der weißen Abzeichen beobachtet. Eine bestimmte genetische Variante verursacht eine Form der Sabino-Scheckung, Sabino 1, welche nicht bei allen Sabino-gescheckten Pferden gefunden wird. Höchstwahrscheinlich existieren eine Reihe weiterer genetischer Varianten, welche die anderen Sabino-Scheckungen verursachen. Beim Test für Sabino 1 (P785) wird das KIT-Gen untersucht. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Das Allel SB1 ist semidominant. Liegt ein SB1-Allel vor, zeigen die Pferde die typische Sabinozeichnung, welche jedoch nur schwach ausgeprägt sein kann. Liegt die Sabino 1 – Anlage reinerbig vor (2 Allele), sind die Tiere fast vollständig weiß. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zu Sabino 1 können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Sabino 1

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Sabino 1. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Sabino 1. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Sabino 1. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SB1

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs mit Sabino

Sabino 1 Scheckung. Eine Kopie des SB1 Allels. Das Pferd hat typischerweise mindestens zwei weiße Beine, Blesse, weiße Flecken im mittleren Bereich, weiße Stichelhaare, insbesondere in den Randbereichen um weiße Flecken, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das SB1-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SB1

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun mit Sabino

Sabino 1 Scheckung. Eine Kopie des SB1 Allels. Das Pferd hat typischerweise mindestens zwei weiße Beine, Blesse, weiße Flecken im mittleren Bereich, weiße Stichelhaare, insbesondere in den Randbereichen um weiße Flecken, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das SB1-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/SB1

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Sabino

Sabino 1 Scheckung. Eine Kopie des SB1 Allels. Das Pferd hat typischerweise mindestens zwei weiße Beine, Blesse, weiße Flecken im mittleren Bereich, weiße Stichelhaare, insbesondere in den Randbereichen um weiße Flecken, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das SB1-Allel an seine Nachkommen vererben.

SB1/SB1

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs mit Sabino

Sabino 1 Scheckung. Zwei Kopien des SB1 Allels. Das Pferd ist vollständig oder nahezu weiß, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das SB1-Allel an seine Nachkommen vererben.

SB1/SB1

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun mit Sabino

Sabino 1 Scheckung. Zwei Kopien des SB1 Allels. Das Pferd ist vollständig oder nahezu weiß, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das SB1-Allel an seine Nachkommen vererben.

SB1/SB1

E/E oder E/e + a/a

Rappe mit Sabino

Sabino 1 Scheckung. Zwei Kopien des SB1 Allels. Das Pferd ist vollständig oder nahezu weiß, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Es kann nur das SB1-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P807 Fellfarbe Schimmel

Ein Schimmel (Grey) kann oft schon im Fohlenalter als solcher erkannt werden, nachdem er sein Fohlenfell verloren hat. Das Fortschreiten der Schimmelung (Depigmentierung) findet bei Pferden aber individuell sehr unterschiedlich schnell statt, so dass die Schimmelerbanlage manchmal erst später erkannt wird. Auch ist eine vorhandene Schimmelung bei manchen Farben oft nur schwer oder erst spät zu erkennen (z. B. Cream, Dun, Roan, Appaloosa). Manche Schimmel werden ganz weiß während andere (z. B. Fliegenschimmel) Tupfen der ursprünglichen Fellfarben beibehalten. Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen.

Der Test zur Fellfarbe Schimmel (P807) untersucht eine Variante auf dem STX17 Gen. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Das dominante G-Allel, welches für die Schimmelung verantwortlich ist und das rezessive N-Allel, welches die Fellfarbe nicht beeinflusst. Das G-Allel trägt eine Duplikation eines Teils der DNA. Der Test unterscheidet nicht, ob das Pferd ein oder zwei Kopien der Duplikation trägt (N/G oder G/G). Auf Grund des dominanten Erbgangs zeigen alle Träger des G-Allels eine Depigmentierung.

Bei der Untersuchung zur Fellfarbe Schimmel können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Schimmel

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

Kein Schimmel. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Schimmel. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Schimmel. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/G oder G/G

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Schimmel (geboren als Fuchs)

Das Pferd wird als Fuchs geboren (sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen) und wird im Laufe des Lebens schimmeln. Das Pferd trägt ein oder zwei G-Allele und kann demzufolge nur das G- oder entsprechend das G- oder das N-Allel vererben.

N/G oder G/G

E/E oder E/e + A/A or A/a

Schimmel (geboren als Brauner)

Das Pferd wird als Brauner geboren (sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen) und wird im Laufe des Lebens schimmeln. Das Pferd trägt ein oder zwei G-Allele und kann demzufolge nur das G- oder entsprechend das G- oder das N-Allel vererben.

N/G oder G/G

E/E oder E/e + a/a

Schimmel (geboren als Rappe)

Das Pferd wird als Rappe geboren (sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen) und wird im Laufe des Lebens schimmeln. Das Pferd trägt ein oder zwei G-Allele und kann demzufolge nur das G- oder entsprechend das G- oder das N-Allel vererben.

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P902 OLWS (Overo Lethal White Foal Syndrome, Overo Scheckung)

Die Overo-Scheckung ist eine Weißzeichnung, die sich in Form von größeren weißen Flecken, die von Flächen der Grundfarben “umrahmt” werden, zeigt (Frame Overo). Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen. Während Overo-farbige Pferde erwünscht sind, ist die Mutation, die die Overo-Scheckung bewirkt, reinerbig als tödliche Krankheit bekannt, die Overo Lethal White Syndrom oder OLWS genannt wird. Ein Fohlen mit OLWS wird ganz weiß geboren und stirbt an den Folgen von Darm-Trakt Anomalien.

Neben einem, wegen fehlender Anbindung an die Nervenbahnen nahezu funktionslosem Darm, liegen meistens auch noch andere Störungen vor, wie z. B. Gehirnanomalien. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). OLWS-Fohlen sind reinerbig für das „OLWS-Gen“, aber Pferde mit nur einer Kopie dieser Erbanlage sind gesund, und es kommt nur darauf an, sie nicht mit anderen Trägern anzupaaren, um das Risiko eines OLWS-Fohlens auszuschließen. Beim OLWS-Test (P902) wird eine variable Position auf dem EDNRB-Gen untersucht. Bezogen auf die Overo-Scheckung ist das O-Allel dominant, bezogen auf das Lethal White Syndrome ist es rezessiv. Beim N-Allel verhält es sich umgekehrt: es ist rezessiv bezogen auf die Fellfarbe und dominant bezogen auf das letale Syndrom. Das Allel N ist rezessiv und hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Bei der Untersuchung zur Anlage für Overo können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Overo

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Overo. Da das Pferd auf Grund des e/e-Genotyps nur Phäomelanin bilden kann, ist das Tier phänotypisch ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Overo. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Overo. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/O

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Overo Fuchs

Overo Scheckung. Eine Kopie des O Allels. Das Pferd hat die typische Frame Overo Scheckung, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das O-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/O

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner Overo

Overo Scheckung. Eine Kopie des O Allels. Das Pferd hat die typische Frame Overo Scheckung, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das O-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/O

E/E oder E/e + a/a

Overo Rappe

Overo Scheckung. Eine Kopie des O Allels. Das Pferd hat die typische Frame Overo Scheckung, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das O-Allel an seine Nachkommen vererben.

O/O

Jedes Ergebnis

Letal (OLWS)

Fohlen mit dem Overo Lethal White Syndrome (OLWS), letal.

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P903 Tobiano-Scheckung

Die Tobiano-Scheckung umfasst in aller Regel eine Weißzeichnung an allen vier Beinen, sowie scharf umgrenzte, runde weiße Flächen am Körper. Der Kopf hat das gleiche Aussehen wie bei einfarbigen Pferden. Die Weißzeichnungen am Körper überschreiten in der Regel die Rückenmitte. Die Haut unter den weißen Flecken ist rosa während sie unter den farbigen Bereichen schwarz ist. Die Augen sind in der Regel braun, ganz oder teilweise blaue Augen kommen gelegentlich vor. Der Schweif kann zweifarbig sein, was bei nicht-Tobianos außerordentlich selten ist. Daneben kann ein Pferd auch Mutationen in anderen modifizierenden Genen tragen, die die Fellfarbe zusätzlich beeinflussen.

Der Test auf die Tobiano-Scheckung (P903) untersucht eine Variante auf dem KIT-Gen. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Das dominante TO-Allel verursacht die Tobiano-Scheckung, während das rezessive N-Allel keine Auswirkung auf die Fellfarbe hat.

Bei der Untersuchung zur Anlage für Tobiano können die folgenden Ergebnisse gefunden werden, welche gemeinsam mit den Anlagen für die Grundfarben (Fuchs, und Agouti bzw. Rappe) dargestellt sind:

Ergebnis Tobiano

Ergebnis Fuchs +  Agouti

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Fuchs

 

Kein Tobiano. Das Tier ist ein Fuchs, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + A/A or A/a

Braun

Kein Tobiano. Das Tier ist ein Brauner, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

E/E oder E/e + a/a

Schwarz

Kein Tobiano. Das Tier ist ein Rappe, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/TO

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Tobiano Fuchs

Eine Kopie des dominantenTO Allels. Das Pferd ist ein Fuchs mit Tobiano, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das TO-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/TO

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner Tobiano

Eine Kopie des dominantenTO Allels. Das Pferd ist ein Brauner mit Tobiano, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das TO-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/TO

E/E oder E/e + a/a

Tobiano Rappe

Eine Kopie des dominantenTO Allels. Das Pferd ist ein Rappe mit Tobiano, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann entweder das N oder das TO-Allel an seine Nachkommen vererben.

TO/TO

e/e + A/A, A/a oder a/a

 

Tobiano Fuchs

Zwei Kopien des dominanten TO Allels. Das Pferd ist ein Fuchs mit Tobiano, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das TO-Allel an seine Nachkommen vererben.

TO/TO

E/E oder E/e + A/A or A/a

Brauner Tobiano

Zwei Kopien des dominanten TO Allels. Das Pferd ist ein Brauner mit Tobiano, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das TO-Allel an seine Nachkommen vererben.

TO/TO

E/E oder E/e + a/a

Tobiano Rappe

Zwei Kopien des dominanten TO Allels. Das Pferd ist ein Rappe mit Tobiano, sofern keine anderen modifizierenden Faktoren die Farbe beeinflussen. Das Pferd kann nur das TO-Allel an seine Nachkommen vererben.

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P305 Fellfarbe Appaloosa Pattern-1 (PATN1)

Die Appaloosa Fellzeichnungen, die auch als Tigerschecken-Komplex (Leopard Complex Spotting, LP) bezeichnet werden, umfassen eine hoch variable Gruppe von Weißzeichnungen oder Depigmentierungsmustern bei Pferden, welche einem relativ komplexen Erbgang folgen. Appaloosa Pferde besitzen drei weitere charakteristische Merkmale: gefleckte Haut an den Nüstern, Anus und Genitalien, gestreifte Hufe und weiße Augenhaut. LP ist das Ergebnis einer unvollständig dominanten Mutation im TRPM1 Gen, das auch als LP-Gen bezeichnet wird. Das LP-Gen ist für die Expression der verschiedenen Tigerschecken Zeichnungen verantwortlich, während der Weißanteil von anderen Genen bestimmt wird. Eines der Gene, die mit einem erhöhten Weißanteil assoziiert sind, ist RFWD3, das auch als Pattern-1 (PATN1, first pattern gene) bezeichnet wird. Der Fellfarbe Appaloosa Pattern-1 (PATN1) Test (P305) bestimmt den Status des PATN1 Gens. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Das dominante Allel PATN1 führt zu einem erhöhten Weißanteil bei Pferden, die mindestens ein LP-Allel des LP-Gens besitzen. Das rezessive Allel N hat keinen Effekt auf die Grundfarbe. Pferde, die ein LP-Allel in Verbindung mit mindestens einem PATN1-Allel tragen, haben meistens eine Leopard (Volltiger) oder Near Leopard Musterung. Pferde, die zwei LP-Allele in Verbindung mit mindestens einem PATN1-Allel tragen, haben meistens eine Few-Spot oder Near-Few-Spot Musterung. Pferde, die mindestens ein PATN1-Allel, aber kein LP-Allel besitzen, haben keine Appaloosa Fellzeichnung, können das PATN1-Allel aber an ihre Nachkommen weitergeben.

Der Fellfarbe Appaloosa Pattern-1 (PATN1) Test kann die folgenden Ergebnisse liefern. In der Tabelle sind die Ergebnisse des PATN1 Tests in Kombination mit den möglichen Varianten des LP-Gens dargestellt.

Ergebnis PATN1

Ergebnis LP

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

N/N

Kein Appaloosa

Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

N/LP

Schabracktiger

Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/N

LP/LP

Snowcap Appaloosa

Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben. Das Pferd leidet an Kongenitaler Stationärer Nachtblindheit (CSNB).

N/PATN1

N/N

Kein Appaloosa

Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Sowohl das N-Allel als auch das PATN1-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

N/PATN1

N/LP

Leopard oder Near Leopard Musterung

Sowohl das N-Allel als auch das PATN1-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

N/PATN1

LP/LP

Few-spot oder Near Few-spot Musterung.

Sowohl das N-Allel als auch das PATN1-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden. Das Pferd leidet an Kongenitaler Stationärer Nachtblindheit (CSNB).

PATN1/PATN1

N/N

Kein Appaloosa

Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Es kann nur das PATN1-Allel an die Nachkommen vererbt werden.

PATN1/PATN1

N/LP

Leopard oder Near Leopard Musterung

Es kann nur das PATN1-Allel an die Nachkommen vererbt werden.

PATN1/PATN1

LP/LP

Few-spot oder Near Few-spot Musterung

Es kann nur das PATN1-Allel an die Nachkommen vererbt werden. Das Pferd leidet an Kongenitaler Stationärer Nachtblindheit (CSNB).

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P311 CSNB / Tigerscheckung (Leopard Spotting)

Die Appaloosa Fellzeichnungen, die auch als Tigerschecken-Komplex (Leopard Complex Spotting, LP) bezeichnet werden, umfassen eine hoch variable Gruppe von Weißzeichnungen oder Depigmentierungsmustern bei Pferden, welche einem relativ komplexen Erbgang folgen. Appaloosa Pferde besitzen drei weitere charakteristische Merkmale: gefleckte Haut an den Nüstern, Anus und Genitalien, gestreifte Hufe und weiße Augenhaut. Die Appaloosa-Scheckung wird durch eine unvollständig dominante Variante im TRPM1-Gen bewirkt, welche auch LP-Gen genannt wird. Das LP-Gen ist für die Expression der verschiedenen Tigerschecken Zeichnungen verantwortlich, während der Weißanteil von anderen Genen bestimmt wird. Beim Test auf CSNB/Tigerschecke (P311) wird der Status im LP (TRPM1) Gen untersucht. Dieses Gen hat zwei Varianten (Allele). Mindestens ein LP-Allel ist notwendig, damit eine Appaloosa Fellzeichnung entstehen kann. Der Weißanteil ist nicht von der Anzahl der LP-Allele abhängig. Tiere mit zwei LP-Allelen können minimale Weißzeichnungen aufweisen. Das rezessive Allel N hat keinen Effekt auf die Grundfarbe. Eins der Gene, die den Weißanteil beeinflussen ist PATN1. Pferde, die ein LP-Allel in Verbindung mit mindestens einem PATN1-Allel tragen, haben meistens eine Leopard (Volltiger) oder Near Leopard Musterung. Pferde, die zwei LP-Allele in Verbindung mit mindestens einem PATN1-Allel tragen, haben meistens eine Few-Spot oder Near-Few-Spot Musterung. Tiere, mit zwei LP-Allelen leiden an der kongenitalen stationären Nachtblindheit (CSNB).

Der CSNB/Tigerschecken-Test kann die folgenden Ergebnisse liefern. In der Tabelle sind die Ergebnisse des CSNB/Tigerschecken-Tests in Kombination mit den möglichen Varianten des Fellfarbe Appaloosa Pattern-1 (PATN1) Tests dargestellt.

Ergebnis LP

Ergebnis PATN1

Fellfarbe

Beschreibung

N/N

N/N

Kein Appaloosa

Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/LP

N/N

Schabracktiger

Sowohl das N-Allel als auch das LP-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

LP/LP

N/N

Snowcap Appaloosa

Es kann nur das LP-Allel an die Nachkommen vererbt werden. Das Pferd leidet an Kongenitaler Stationärer Nachtblindheit (CSNB)

N/N

N/PATN1

Kein Appaloosa

Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/LP

N/PATN1

Leopard oder Near Leopard Musterung

Sowohl das N-Allel als auch das LP-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

LP/LP

N/PATN1

Few-spot oder Near Few-spot Musterung.

Es kann nur das LP-Allel an die Nachkommen vererbt werden. Das Pferd leidet an Kongenitaler Stationärer Nachtblindheit (CSNB)

N/N

PATN1/PATN1

Kein Appaloosa

Die Grundfarbe wird nicht beeinflusst, sofern sie nicht von anderen Farbgenen modifiziert wird. Das Pferd kann nur das N-Allel an seine Nachkommen vererben.

N/LP

PATN1/PATN1

Leopard oder Near Leopard Musterung

Sowohl das N-Allel als auch das LP-Allel kann an die Nachkommen vererbt werden.

LP/LP

PATN1/PATN1

Few-spot oder Near Few-spot Musterung

Es kann nur das LP-Allel an die Nachkommen vererbt werden. Das Pferd leidet an Kongenitaler Stationärer Nachtblindheit (CSNB)

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Datum: 31. Januar 2019, Version 6