Certagen GmbH

H316 Fellfarbe H-Locus (Harlekin)

Hintergrund

In den vergangenen Jahrzehnten konnte die Wissenschaft die Grundlagen der Farbgenetik und der Genetik weiterer Felleigenschaften weitgehend aufklären. Die Fellfarben und andere Variationen werden von vielen vererbten Faktoren beeinflusst. Unsere DNA-Tests basieren auf der Tatsache, dass bestimmte genetische Varianten einen physiologischen Effekt im Körper haben, welche die Produktion und die Verteilung der Farbpigmente beeinflussen und so viele Varianten in der Fellfarbe verursachen. In manchen Fällen kann sogar die tatsächliche Fellfarbe nur durch einen genetischen Test eindeutig bestimmt werden.

Das PSMB7 Gen (20S Proteasom ß2 Untereinheit) ist für die Harlekin Fellzeichnung bei Deutschen Doggen verantwortlich. Das Gen wird auch als H-Lokus bezeichnet. Die Vererbung der Harlekin Fellzeichnung ist relativ komplex, sie entsteht durch das Zusammenwirken des Merle Gens (M-Lokus) und des Harlekin Gens (H-Lokus). Dabei modifiziert das Harlekin Gen das Merle Gen. Die Harlekin Fellzeichnung entsteht nur, wenn am M-Lokus mindestens ein M-Allel in Verbindung mit mindestens einem E- oder Em-Allel am E-Lokus vorhanden ist. Bei Hunden, die kein Merle-Allel besitzen, oder die nur rotes Pigment bilden, wirkt sich das Harlekin Gen nicht aus. Das Merle Gen selbst bewirkt die Bildung dunkler Flecken vor einem aufgehellten Hintergrund. Wenn ein Hund mit dem Merle Gen zusätzlich eine Kopie des Harlekin Gens erbt, werden die dunklen Flecken größer, die Hintergrundfarbe verblasst und wird weiß. Es wird vermutet, dass die Harlekin Mutation bei Deutschen Doggen im homozygoten Zustand (zwei Kopien der Mutation) letal ist, da bisher keine lebenden Hunde mit zwei Kopien der Mutation beobachtet wurden. Das bedeutet, dass Welpen, die homozygot für die Harlekin Mutation sind, sich im Uterus nicht entwickeln und sehr früh im Entwicklungsprozess resorbiert werden. Daher tragen alle Hunde mit der Harlekin Fellzeichnung nur eine Kopie der Harlekin Mutation. Der Fellfarbe H-Lokus (Harlekin) Test (H316) bestimmt den genetischen Status am H-Lokus. Bei diesem Gen kommen zwei Varianten (Allele) vor, H und N. Das Allel H ist dominant. Eine Kopie des H-Allels, zusammen mit mindestens einer Kopie des M-Allels am M-Lokus und einer Kopie des E-Allels am E-Lokus führen zu Hunden mit der Harlekin Fellzeichnung. Zwei Kopien des H-Allels führen zum Tod im frühen Embryonalstadium. Das N-Allel hat keinen Effekt auf die Fellfarbe.

Testspezifische Informationen

Seit 2015 haben wir zwei Marken entwickelt: CombiGen® zielt auf die veterinärmedizinische Verwendung ab, während CombiBreed® für Züchter und individuelle Tierbesitzer entwickelt wurde.
Detaillierte Informationen zu Fellfarben und Fellvariationen finden Sie auf unserer Website: www.combibreed.com.

Alter

Das Krankheitsbild tritt früh auf. Bereits einige Stunden bis maximal einige Wochen nach der Geburt werden die charakteristischen Symptome dieser Krankheit sichtbar.

Bearbeitungszeit

Die Bearbeitungszeit eines Tests hängt in hohem Maße von der Logistik des Probentransports zum Labor ab. Nach Erhalt der Probe im untersuchenden Labor können Sie das Ergebnis in der Regel innerhalb von 10 Arbeitstagen erwarten. Eine längere Lieferzeit gilt für Tests, die von einem Partner Labor durchgeführt werden.

Auswirkung

Genetische Faktoren, die Fellfarbe und Felltyp beeinflussen, sind in der Regel äußerlich sichtbar. Einige Faktoren können aber durch andere Varianten überdeckt sein.

Rassen

Dieser DNA-Test wird für folgende Rasse(n) angeboten:Deutsche Dogge. Weitere Informationen finden Sie in den 'Häufig Gestellten Fragen' (FAQ).

Probenmaterial

Als Probenmaterial können EDTA-Blut, Heparin-Blut, Sperma, Schleimhautabstrich oder Gewebe verwendet werden. Bitte fragen Sie bei Certagen nach, wenn Sie anderes Probenmaterial einsenden möchten.

Ergebnis

Vererbung

Diese genetische Variante wird autosomal dominant vererbt. Das heißt, ein Individuum kann frei (homozygot normal), betroffen (homozygot betroffen) oder Träger (heterozygot betroffen) sein. Sowohl bei den heterozygoten Trägern, als auch bei den homozygot Betroffenen zeigen sich die Auswirkungen der mutierten Erbanlage.

Schweregrad der Erkrankung

Faktoren, die Fellfarbe und Felltyp beeinflussen, sind meistens unabhängig von Krankheiten.

Code H316

Fellfarbe H-Locus (Harlekin)

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